Wie sie sehen

Wie sieht ein Rentier die Welt?

Sieht UV; im Winter werden die Augen blau

Rentier — Sieht UV; im Winter werden die Augen blau

Auf die monatelange Polarnacht ist das Rentier eingestellt wie kaum ein anderes Säugetier. Sein Auge reicht ins Ultraviolett und verändert sich sogar mit den Jahreszeiten.

Rentier — Wie es die Welt sieht
Wie es die Welt sieht
Sehschärfe6 cpd · 20/100 (est.)
Gesichtsfeld340°

Mensch ≈ 60 cpd (20/20)

Farbvergleich

Du
Tier
Rot
Orange
Gelb
Grün
Blau
Violett

Wie sich jede Farbe durch die Augen dieses Tieres verändert – mit demselben Farbmodell wie die App. Töne, die ein Bildschirm nicht darstellen kann (etwa Ultraviolett), werden näherungsweise gezeigt.

Farbsehen

Blau-Gelb-Dichromasie, erweitert bis ins Ultraviolett – UV-absorbierende Objekte (Fressfeinde, Urin, Flechten) erscheinen als dunkle Markierungen im Schnee.

Fotorezeptoren

Dichromat mit UV-Empfindlichkeit; Tapetum lucidum, das je nach Jahreszeit die Farbe wechselt

Empfindlichkeitsmaxima der Zapfen

  • S (blau/UV-nah)450 nm
  • L (grün)550 nm

Schwachlichtsehen

Im Winter wird das Tapetum lucidum blau, streut mehr Licht und steigert die Empfindlichkeit für die Polarnacht um das rund 1000-Fache.

Im Vergleich zum menschlichen Sehen

Wo dir arktischer Schnee als gleißend weiße Fläche erscheint, erkennt es UV-schluckende Spuren wie Flechten, Fell und Urin als dunkle Zeichen; in der Winternacht sieht es weit empfindlicher als du.

Besondere Merkmale

  • Sieht Ultraviolett
  • Das Tapetum lucidum wechselt je nach Jahreszeit die Farbe
  • Panorama-Sehfeld

Häufige Fragen

Wie sieht ein Rentier die Welt?

Auf die monatelange Polarnacht ist das Rentier eingestellt wie kaum ein anderes Säugetier. Sein Auge reicht ins Ultraviolett und verändert sich sogar mit den Jahreszeiten. Blau-Gelb-Dichromasie, erweitert bis ins Ultraviolett – UV-absorbierende Objekte (Fressfeinde, Urin, Flechten) erscheinen als dunkle Markierungen im Schnee.

Welche Farben sieht ein Rentier?

Blau-Gelb-Dichromasie, erweitert bis ins Ultraviolett – UV-absorbierende Objekte (Fressfeinde, Urin, Flechten) erscheinen als dunkle Markierungen im Schnee. Dichromat mit UV-Empfindlichkeit; Tapetum lucidum, das je nach Jahreszeit die Farbe wechselt

Wie scharf sieht ein Rentier?

Seine Augen lösen etwa 6 Zyklen pro Grad auf (20/100 (est.)), während ein Mensch rund 60 cpd (20/20) erreicht. Sein Sichtfeld umfasst etwa 340°.

Wie sieht ein Rentier einen Menschen?

Seine Augen lösen etwa 6 Zyklen pro Grad auf, deine 60 dagegen: Ein Gesicht müsste rund 10-mal näher sein, damit es dieselben Details erkennt wie du. Deine Umrisse und deine Bewegung kommen klar an, dein Gesichtsausdruck nicht.

Wie sieht ein Rentier im Dunkeln?

Im Winter wird das Tapetum lucidum blau, streut mehr Licht und steigert die Empfindlichkeit für die Polarnacht um das rund 1000-Fache.

Was kann ein Rentier besonders gut sehen?

Sieht Ultraviolett. Das Tapetum lucidum wechselt je nach Jahreszeit die Farbe. Panorama-Sehfeld. Es ist das einzige bekannte Säugetier, dessen Augenspiegel im Winter von Gold zu tiefem Blau umschlägt. Das streut mehr Licht auf die Netzhaut und steigert die Empfindlichkeit um das rund Tausendfache, auf Kosten etwas schärferer Konturen.

Sieht ein Rentier besser als ein Mensch?

Wo dir arktischer Schnee als gleißend weiße Fläche erscheint, erkennt es UV-schluckende Spuren wie Flechten, Fell und Urin als dunkle Zeichen; in der Winternacht sieht es weit empfindlicher als du.

Wissenschaftliche Quellen

  • Hogg et al. (2011)
  • Stokkan et al. (2013)

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